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Am FluglochEine neue Bienensaison hat begonnen! Alles blüht und summt. Die Bienen sind gesund und entwickeln sich prächtig. Der Nektar fliesst und die Honigräume füllen sich. Es sieht alles gut aus. Was für ein Idyll! Doch Achtung: Die Bienenhaltung hält immer wieder Überraschungen bereit, und das zunehmend der unangenehmen Art. Die Meldungen über Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutzmittel und überhaupt deren negativen Einfluss auf Bienengesundheit und -entwicklung nehmen zu. Die Varroamilbe rafft immer wieder ganze Bienenstände dahin, denn dieser Bienenkiller lässt sich immer weniger in die Schranken weisen. Der kleine Beutenkäfer als gefährlicher Bienenschädling hat den europäischen Kontinent über Italien erreicht - ein in der Schweiz vermeintlich vorkommender Befall löst bei uns Imkern schon fast Panik aus. Die asiatische Hornisse, auf dessen Speiseplan unsere Honigbiene mit ganz oben steht, ist seit letztem Jahr in Süddeutschland angekommen.

Also eines ist klar: Für die Honigbienen und die Imkerei wird es hier bei uns nicht einfacher. Doch hilft hier kein Jammern und Schimpfen, sondern nur ein ständiger Wille zum Dazulernen, Eingagement und Neubeginn.

Wir können nicht einfach die Hände in den Schoß legen, Zuschauen (am Fernseher und im Internet), Schwarzmalen und Meckern (Facebook und co). Dafür ist die Honigbiene für unsere Landwirtschaft und für unsere Ernährung zu wichtig. Die Katastrophenszenarien, die im Zusammenhang mit der zunehmenden Gefährdung der Honigbiene an die Wand gemalt werden, sind den meisten bekannt: weniger Obst und Gemüse, weniger Pflanzenvielfalt, öde Landschaften,  weniger Vögel und andere Tierarten. Diese Gefährdung für unsere Gesellschaft gilt es ernst zu nehmen.

Doch was können wir neben dem Imkern für unsere Bienen tun? Nun, da gibt es schon so manches:

  • Lebensmittel aus regionaler und nachhaltiger Landwirtschaft (integrierter oder ökologischer Anbau) kaufen,
  • den eigenen Garten bienenfreundlich gestalten, d.h. giftfrei und reich an Bienenweidepflanzen, Wildbienenhotels,
  • Kauf von Honig und anderen Bienenprodukten (Pollen, Wachs, Propolis) beim Imker vor Ort,
  • Einsatz für Blütenvielfalt auf öffentlichen und landwirtschaftlichen Grünflächen und die allgemeine Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln,
  • Umweltschutzorganisationen wie den BUND und den NABU finanziell und mit Mitarbeit unterstützen.

Jeder einzelne kann also seinen Beitrag für eine bienenfreundliche Zukunft leisten. Wir müssen für diesen Beitrag vielleicht nur öfters unsere Fernseher ausschalten, das Smartphone zur Seite legen und unseren Hintern bewegen. Für weitere Anregungen könnte neben ein Besuch der Seite www.deutschland-summt.de auch das Lesen von "wir tun was für Bienen" (Kosmos-Verlag) hilfreich sein.

 

 

 

 

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