Login

Im Resümee hat das Jahr 2013 der Imkerschaft hier im Süden ein schwieriges Jahr beschert.

In diesem Beitrag möchte ich versuchen, dieses besondere Jahr zu skizzieren. Der lange Winter und der intensive Regen im Frühjahr liessen vielerorts die Ernte des Frühjahrshonigs völlig ausfallen. Zum einen hatten die Bienenvölker kaum Zeit, um die für die Frühjahrsernte erforderliche Stärke aufzubauen. Und zum andern hatten die Bienen nur an wenigen sonnigen Tagen die Möglichkeit Nektar einzutragen. Zumindest blieben aber die Bienen in unserer Region von Hochwasser verschont. In Ostdeutschland und Bayern musste dagegen so mancher Imker erleben wie seine Bienenvölker durch übergetretene Flüsse ertranken. So spülte der nasse Frühling nicht nur den Nektar, sondern an vielen Orten auch ganze Bienenvölker fort. 

Panorama-Bienenstand

Auf einer GoldruteDie Varroamilbe hat die Bienenhaltung sehr verändert, das ist nicht von der Hand zu weisen. Seit ihrem erstmaligen Auftreten in Europa Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in Europa und der (fast) weltweiten Verbreitung durch Bienenexporte hat es intensive Anstrengungen gegeben, um diesem Schädling beizukommen.

 

Frühjahr 2013Eigentlich wäre nach dem schlechten Honigjahr wie dem letzten nur ein besseres zu erwarten gewesen. Aber die Honigräume vieler Imker sind auch dieses Frühjahr leer geblieben. Und wenn die Bienen dann doch etwas eingetragen hatten, haben sie dies in den nassen und kühlen Wochen meist wieder aufgezehrt.

Nach einem solchen langen Winter war ein schlechter Start ins Honigjahr zu erwarten gewesen. Die Bienenvölker waren bei dem späten und plötzlichen Eintreten der Frühlingsblüte einfach noch nicht stark genug.

Als Ausgleich zur ausgefallenen Frühlingsernte hat in unserer Region der Wald gehonigt. Wie schön – könnte man meinen. Zu früh gefreut.

Im FlugDies war wirklich ein ungewöhnlich langer Winter. Schon seit langem haben wir uns nach dem Frühling gesehnt. Und jetzt ist er da. Und die Vegetation versucht die verlorene Zeit aufzuholen. Überall schießen die Pflanzen ins Grün und die Blütenpracht überschlägt sich. Kaum erstrahlt das Gelb der Forsythienblüten, schon blühen die Kirschbäume und der Löwenzahn, und die Birnen- und Apfelbäume denken gar nicht daran noch zu warten. Die Frühjahrsblüte kommt dieses Jahr mit einem Schlag. 
Das Warten auf den Frühling hat endlich ein Ende. Unsere Geduld wurde schon sehr auf die Probe gestellt. Nicht anders erging es wohl einem Marder (oder war es ein Dachs?), der seinen Hunger  zu stillen versuchte, indem er sich daran machte unsere Bienenvölker auszuräubern. Einfach einen Zugang unter eine Bienenbeute graben, das Bodengitter aufbeißen und rausreißen, um dann eine Wabe nach der anderen mit den Bienen zu futtern – na dann, guten Appetit. Allzu großer Schaden ist zum Glück dann nicht entstanden, die Völker konnten bei wärmeren Temperaturen in Sicherheit gebracht werden. Trotzdem, zwei Völker waren letztlich nicht mehr zu retten.